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In der "Soldatenzeitung" "Der Soldat" erschien am 10. Februar 2010 (Nr. 3) der unten angefügte Artikel.
(Leider ist der Artikel gegenwärtig online nicht mehr abrufbar, deshalb verweist der angefügte Link "nur" auf die Homepage der Zeitung.)
Weltgeschehen im Brennpunkt
HAARP verändert die Welt
Ein Forschungsprogramm mit apokalyptischer Perspektive
Ost und West forschen in zivilen und militärischen Bereichen, deren Ergebnisse alles revolutionieren könnte: das normale Leben und die Kriegführung.
Es gibt Dinge im Leben, die der Normalbürger nicht weiß und wahrscheinlich gar nicht zur Kenntnis bekommt. Eine dieser Tatsachen ist die Forschung und das Experimentieren, vielleicht sogar der Einsatz mit HAARP. Unter dieser Abkürzung verbirgt sich das Akronym für High Frequency Active Auroral Research Programm, ein Aktives Hochfrequenz-Programm zur Erforschung der Aurora, d.h. des Nordlichtes.
HAARP wird von den Amerikanern betrieben: Es ist ein US-amerikanisches, sowohl ziviles als auch militärisches Forschungsprogramm auf dem Gebiete der Anwendung elektromagnetischer Wellen zur Untersuchung der Ionosphäre und der Funkwellenausbreitung. Natürlich sind auch andere Staaten, wie z.B. Russland, auf dem Gebiet aktiv. Finanziert wird HAARP von Universitäten, Militär und Rüstungsfirmen.
Die HAARP - Anlage befindet sich in der Nähe der Stadt Gakona in einem abgelegenen Gebiet von Alaska (USA). Ähnliche Bauten befinden sich z.B.: in Russland (SURA-Radiophysikalisches Forschungsinstitut, nahe Nischni Nowgorod), in Norwegen (EISCAT- Anlage bei Tromse, betrieben vom Max-Planck-Institut ), HISCAT (Internationales Radio-Observatorium) in Schweden, sowie OTH -Radaranlagen (Over The Horizont = über den Horizont) auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion, aber auch nahe Fairbanks (Alaska) und Arecibo (nationales Zentrum für Astronomie und Ionosphäre/ Puerto Rico in den USA).
Das offizielle Programm
Die offizielle Zielsetzung von HAARP lässt sich einfach verstehen: „HAARP ist ein wissenschaftliches Bemühen, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Eigenschaften und das Verhalten der Ionosphäre (Anm.: äußerste Hülle der Atomsphäre in einer Höhe von 70 bis 400 km) zu untersuchen; Spezielles Gewicht dabei hat deren Verständnis und Verwendung zur Verbesserung von Kommunikations- und Überwachungssystemen, sowohl für zivile al auch für Verteidigungszwecke.“(Quelle: www.haarp.alaska.edu)
Zur Einrichtung gehört ein Hochleistungs-Hochfrequenz (HF) -Radiosender, auch bekannt als Ionospheric Research Instrument (Gerät zur Untersuchung der Ionosphäre), kurz IRI, in Fachkursen auch Heater (Heizer) genannt. Aufgabe de IRI ist es ein kleines, wohldefiniertes Volumen der Ionosphäre anzuregen. Ein weiterer Teil er Anlage ist eine inkohärentes Ultrahochfrequenz (UHF)-Streuradar (Incoherent Scatter Radars ISR), das Elektronendichten, Elektronen- und Ionentemperaturen und Doppler-Geschwindigkeiten in angeregten und neutralen Regionen der Ionosphäre misst. Mit zum Instrumentarium gehört auch eine große Anzahl von hochmodernen geophysikalischen Untersuchungsgeräten.
Seit vielen Jahren versucht man bei Tests, gepulste Hochfrequenzwellen in die obersten Schichten der Atmosphäre zu senden, um diese damit „aufzuheizen“, hierzu bedient man sich eines wahren Antennenwaldes, der je nach Rechung zwischen 360 und 720 Antennen enthält. Es soll damit möglich sein, ein ganz bestimmtes Gebiet innerhalb der Ionosphäre anzusteuern. Innerhalb der Ionosphäre ist es in etwa 200 km Höhe möglich, die elektrisch geladenen Teilchen (die Ionen) aufzuheizen. Diese künstliche weitere Aufladung kann unter Umständen auch zu künstlichen Auroren (Nordlichter) führen. Ein spezifischer Teil der in die Ionosphäre eingestrahlten Leistung wirkt dabei dermaßen auf die Ionen ein, dass sie zum geringen Teil als Wellen extrem langweiliger Frequenz (ELF) auf die Erde zurückgestrahlt werden.
ELF-Wellen
Lediglich ELF-Wellen sind aufgrund ihrer langweiligen Charakteristik in der Lage, auch große Entfernungen zu überbrücken. Die Möglichkeit zur Langsteckenkommunikation mit einzelnen ausgewählten Objekten ist dadurch möglich, dass mittels der HAARP-IRI eine reflektierende Schicht in der Ionosphäre geschaffen wird, ein Spiegel gewissermaßen. Hierzu sendet eine ausgewählte Kommunikationseinrichtung ihre Signale auf den Spiegel, der diese wiederum umlenkt und an das Ziel transportiert. Da die ELF- Wellen praktisch problemlos beliebig modulierbar sind, steht einer ELF-basierten Kommunikation über Tausende von Meilen hinweg nichts im Wege. Ein weiterer Vorteil dieser Wellen ist, dass eine ELF-gestützte Kommunikation weitestgehend resistent gegen den Elektromangetischen Puls (EMP) ist, der z.B. bei Kernexplosionen auftritt. Die extrem hohen Energiedichten eines EM-Pulses sind dafür verantwortlich, dass drahtlose, hochfrequente Kommunikationsformen gestört und elektronische Bauteile zerstört werden. Grundsätzlich ist die HAARP – Anlage in der Lage, einen solchen EM-Puls auch zu erzeugen. Durch die Kopplung hochenergetischer entsprechend eingestellter Skalarwellen kann man einen vektoriellen Puls elektromagnetischer Energie hervorrufen.
Des Weiteren ist es mittels der HAARP - Anlage möglich, Objekte sowohl innerhalb als auch außerhalb der Erdatmosphäre zu erkennen und zu analysieren. Damit ist die Möglichkeit gegeben frühzeitig herannahende Objekte (wie Raketen usw.) auszumachen, zu identifizieren und ggf. Abwehrmaßnahmen zu treffen.
Eine weitere Eigenschaft der ELF-Wellen ist, dass sie in der Lage sind, sich durch die oberen Schichten der Lithosphäre (Erdmantel: 100-200 km tief bei Kontinenten) zu bewegen. Damit sind sie befähigt, selbst getauchte U-Boote zu erreichen oder auch den Erdmantel selbst gewissermaßen zu durchleuchten, Größere Flächen können deshalb durchstrahlt, unterirdische Aktivitäten und Bauten damit über große Distanzen hinweg aufgeklärt bzw. erforscht werden.
Möglichkeiten oder Utopien?
Behauptet wird von manchen Forschern und Autoren, dass mit diesen HAARP- und ähnlichen Anlagen auch anderer Effekte erzielt werden können (oder werden). HAARP soll durch elektrostatische Felder das Wettergeschehen beeinflussen können. Da HAARP die Ionosphäre als Spiegel benutzt, kann es prinzipiell die ganze Erde erreichen. Als Erscheinung wird eine zeitweilige Verlagerung des Jetstreams erkannt. Der Jetstream ist ein Starkwindfeld in der oberen Atmosphäre, das eigentlich in der nördlichen Polarregion rund um die Erde verlaufen sollte. Er ist auch stark elektrisch auf geladen und wirkt daher als die größte Schleifenantenne der Welt, über die großräumig elektromagnetische Wellen rund um die Erde geleitet werden. Außerdem bildet der Jetstream eine Bahn, entlang derer sich Tiefdruckgebiete bewegen können. Etwa seit 1989 folgt eine Wetterkatastrophe auf die andere, beginnend mit dem ungewöhnlich heftigen El Nino. Seitdem ist das globale Wettergeschehen chaotisch, der El Nino kommt häufiger und heftiger als normal. Auffällig ist nun, dass genau zu diesem Zeitpunkt in Alaska die großflächige HAARP – Anlage errichtet und der erste Testbetrieb aufgenommen wurden. Auch wurden derartige Anlagen zu jener Zeit in der damaligen Sowjetunion aufgebaut und getestet. Seit Anfang der 90er Jahre beobachtete Greenpeace bereits eine zunehmende Verlagerung des nördlichen Jetstreams in Richtung Süden. In den vergangenen Jahren geschah es nun immer wieder, dass der Jetstream seine normale Bahn im hohen Norden verließ und sich südwärts verlagerte. Grazyna Fosar/Franz Bludorf („Status: Nicht existent“ (Michaels Verlag, Peitling 2008) behaupten etwa: „ Sobald er z.B. über Deutschland verlief, kam es fast regelmäßig zu Hochwasserkatastrophen in Jahreszeiten, in denen solche Erscheinungen normalerweise nicht auftreten. Beispiele sind etwa die verheerende Oderflut im August 1997 oder die Hochwasserkatastrophen im Oktober 1998 an Rhein und Neckar, in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Erdbebenwaffen
Außerdem sollen sich durch HAARP schwere Erdbeben so wie „kalte Explosionen“ bis zum Umfang von Atomdetonationen auslösen lassen.
Man verweist z.B. auf Japan am 8. April 1984, wo bei einer gewaltigen Explosion an der nordjapanischen Küste riesige Wassermengen kilometerhoch in die Atmosphäre geschleudert wurden. Die eingeleiteten Untersuchungen ergaben jedoch keinerlei Radioaktivität, offensichtlich war der Verursacher eine HAARP–ähnliche russische Anlage auf der Insel Nowaja Sernalja, wird vermutet.
Russische Medien verbreiten Meldungen, wonach die USA Waffen auf Basis von HAARP gemeinsam mit „Schockwellenbomben“ als Erdbebenwaffen bei Tests im Pazifik anwenden würden. Auch das Erdbeben in Sichuan, China, vom 12. Mai 2008, mit einer Stärke von 7.8 nach der Richterskala, sei ein Resultat von HAARP, wird behauptet.
Bewusstseinsmanipulation
Da die ELF-Wellen im Bereich der Schumannfrequenz, das ist die Resonanzfrequenz der Erde und auch des menschlichen Gehirns, liegen, könnte eine Manipulation von Lebewesen möglich sein. Man kann dieser Schumannfrequenz nun bestimmte Informationen aufmodulieren und damit die elektrischen Gehirnströme des Menschen überlagern und so beeinflussen. Damit wäre es durch HAARP und ähnliche Anlagen technisch möglich, gezielte Bewusstseinsmanipulation durchzuführen.
Apokalyptische Visionen
Welche Auswirkungen sich bei einem Funktionieren dieser neuartigen Methoden und Waffen ergeben, kann man sich leicht ausmalen. Durch Bewusstseinsmanipulation können ganze Völker mit ihrem Verhalten in diese oder jene Richtung gelenkt werden. Welche Folgen eine Beeinflussung des Wettergeschehens oder künstlich erzeugte Erdbeben haben könnten, sieht man in den Ereignissen der aufgetretenen großen Katastrophen. Regierungen und Gesellschaften könnten an den Folgen zerbrechen. Not und Elend unvorstellbaren Ausmaßes könnten ohne kriegerische Einwirkung bewirkt werden. Eine apokalyptische Vision täte sich auf, die nicht mehr übertroffen werden könnte.
Aus: Der Soldat, Sicherheitspolitik, Nr. 3 – 10.2.2010



